Nachdem am Freitag die Zweite, Dritte und Sechste ihre letzten Saisonspiele absolvierten, machte sich die Erste am Samstag auf den Weg nach Lommatzsch, um dort die letzte Partie der laufenden Serie zu spielen. Beim Zweitplatzierten wollte man sich achtbar aus der Affäre ziehen. Die sportliche Bedeutung hielt sich in Grenzen. Unabhängig vom Spielausgang würden beide Teams ihre bisherigen Tabellenplätze behalten. Hoffnung machte den Freitalern der 9:6-Hinspielerfolg, wobei die damaligen Gäste im Oktober nicht in ihrer Stammbesetzung antreten konnten. Zur Rückrunde verstärkten sich die Lommatzscher zudem nochmals kräftig, sodass nun die Favoritenrolle klar war. Dies wurde leider auch gleich in den Doppeln deutlich. Ein 0:3-Fehlstart aus Freitaler Sicht trübte schon einmal die Stimmung in der sommerlich warmen Halle nahe der lokalen Feuerwehr, die mit ihren Blasmusik-Einlagen für die musikalische Untermalung sorgte. Die ersten Einzel machten dann jedoch wieder Hoffnung. Martin hielt die großgewachsene Nummer 2 der Gastgeber mit 3:0 in Schach, während Daniel am Nebentisch gegen den Topspieler der Liga nach einem 0:2-Satzrückstand noch in den fünften Durchgang kam. Hier blieb es bis zum 9:9 ausgeglichen. Ein halbherziger Rückhandschlag sowie ein vergebener Vorhand-Topspin später musste der Freitaler Kapitän jedoch seinem Gegenüber gratulieren, dem er beinahe die erste Saisonniederlage beigefügt hätte. Im mittleren Paarkreuz musste Stephan die Abgeklärtheit seines Gegners anerkennen, sodass er mit 1:3 verlor. Christian war in seiner Partie auf Augenhöhe. Doch drei Satzverluste mit jeweils zwei Punkten Unterschied führten zur auf dem Papier deutlichen 0:3-Niederlage. Oli merkte man im Anschluss sein derzeit fehlendes Selbstvertrauen an. Auch er musste seinem Kontrahenten zum Sieg gratulieren. Sten hatte am Nebentisch zu Beginn Probleme gegen das brachiale Spiel seines deutlich jüngeren Gegenübers. Nach knappem Gewinn des ersten Durchgangs hatte er jedoch die richtige Mischung aus Platzierung, Rotation und Schlaghärte gefunden. Mit einem 3:0-Sieg holte er den zweiten Punkt für die Freitaler. Zu Beginn der zweiten Einzelrunde hatte Martin kaum eine Chance gegen den gegnerischen Topspieler und verlor deutlich mit 0:3. Daniel kämpfte am Nebentisch gegen die unkalkulierbaren Rückhand-Bälle von der anderen Tischseite. Bei 2:1-Satzführung hatte er sowohl bei 10:9 als auch bei 11:10 Matchbälle. Leider war es ihm nicht vergönnt den Sack zuzumachen. Im Entscheidungsdurchgang verließen ihn dann etwas die Kräfte, sodass er die zweite 5-Satzniederlage des Tages hinnehmen musste. Christian musste im Anschluss die Überlegenheit seines Gegners anerkennen und verlor. Stephan wollte am Nebentisch an seinen Hinrundenerfolg gegen einen der besten Spieler im mittleren Paarkreuz anknüpfen. Trotz 1:2-Satzrücksstand blieb er cool und aktiv. Die Durchgänge vier und fünf waren dann klare Beute für den Freitaler, sodass er sich für die gute Partie mit einem 3:2-Erfolg belohnte. Sten und Oli gingen nun in die letzten Spiele. Sten brauchte etwas, um in die Partie zu kommen. Ab Satz 3 hatte er ein Rezept gegen seinen hinter dem Tisch kämpfenden Gegenüber und gewann diesen zugleich. Zu Beginn des vierten Durchgangs holte der Lommatzscher gleich einen spektakulären Punkt, der entsprechend euphorisierend wirkte. Sten kam im Anschluss nur noch schwer zu Punkten und musste sich mit 1:3 geschlagen geben. Oli blieb im letzten Spiel cool angesichts seines Gegenübers, der mehr mit sich selbst haderte. Das Motto „Einfach mal rüberspielen“ war hier Gold wert und der Freitaler hielt sich in den entscheidenden Phasen auch daran, sodass er mit seinem 3:0-Erfolg den vierten Punkt des Tages holte. Damit setzte es eine 4:11-Niederlage gegen den Tabellenzweiten. Nichtsdestotrotz schloss man die Saison mit 25:11 Punkten als Drittplatzierter ab. Angesichts der starken Youngster aus Riesa sowie den zur Halbserie verstärkten Lommatzschern war auch nicht mehr drin. Im Anschluss wurde die Saison in Wilsdruff beim ortsansässigen Italiener in aller Tiefe und Breite ausgewertet, sodass auch Martin und Christian ihre „Geburtstagsschulden“ begleichen konnten.
Punkte: Martin (1), Stephan (1), Sten (1), Oli (1)

